Die Band

Die Idee, TimTom Guerilla zu gründen, entstand in einer langen Regennacht im Bunker am Welfenplatz in Hannover, einem Zufluchtsort für Penner und andere Gestrandete. Den Gütersloher Foo und den Bremer TimTom hatte es beide unabhängig voneinander hierher verschlagen. Eingehüllt in ihre Schlafsäcke und den Geruch von Kot und Urin, ihre Habseligkeiten fest an den Körper gepresst, schmiedeten sie Pläne, um sich wachzuhalten und die nächsten Stunden heil zu überstehen. Als sie den Bunker am nächsten Morgen verließen, war die Idee geboren: Die Punkband TimTom Guerilla sollte ihr gemeinsames Projekt sein.
Zufälligerweise kannten sie beide Hannibal aus Friedberg, den weißen ostafrikanischen Bassisten. Foo hatte schon diverse Gigs mit ihm gespielt, TimTom war von ihm auf einer Hochzeit gerettet worden, als ein amoklaufender Schlagzeuger ihn hatte töten wollen. Hannibal, der Lust auf ein Abenteuer hatte, sagte sofort zu. Schließlich stieß noch BoingBoing, der einarmige Drummer aus Hamburg, zur Band. TimTom kannte ihn aus einer dort ansässigen Freikirche. BoingBoing, dem die Lobpreis-Musik seiner Gemeinde allmählich auf die Nüsse ging, freute sich auf eine echte Herausforderung.